Augenform bestimmen: Ein visueller Leitfaden in fünf Schritten
So bestimmst du deine Augenform in fünf Schritten: mit klaren Vergleichen zu Kontur, Lidstruktur, Augenwinkeln, Lage in der Augenhöhle und Augenabstand.
Um deine Augenform zu bestimmen, betrachtest du fünf Merkmale getrennt: die Kontur der Augenöffnung, die Lidstruktur, die Neigung der Augenwinkel, die Lage in der Augenhöhle und den Augenabstand. Mehrere Beschreibungen können gleichzeitig zutreffen. Deine Augen können beispielsweise mandelförmig sein, Schlupflider haben und leicht nach oben gerichtete Augenwinkel aufweisen. Sie müssen also nicht in eine einzige Kategorie passen.
Am hilfreichsten ist eine Beschreibung dessen, was du tatsächlich siehst – nicht eine Kategorie, in die du perfekt passen musst. Achte auf einen entspannten Blick und gleichmäßige Beleuchtung. Gehe dann die folgenden Merkmale durch.
Zwei geeignete Fotos zur Bestimmung deiner Augenform aufnehmen

Für eine schnelle Einschätzung genügt ein Spiegel. Alternativ kannst du zwei Fotos machen. So lassen sich die Merkmale in Ruhe vergleichen, ohne dass sich dein Gesichtsausdruck während der Betrachtung verändert.
- Nimm ein Foto von vorn auf. Halte die Kamera auf Augenhöhe und den Kopf gerade, ohne das Kinn zu heben oder zu senken oder den Kopf zur Seite zu neigen.
- Nimm ein Foto leicht von der Seite auf. Drehe den Kopf etwas zur Seite und halte die Augen dabei entspannt geöffnet. Achte auf eine ähnliche Beleuchtung und denselben Kameraabstand.
- Entspanne deinen Gesichtsausdruck. Lass deine Augenbrauen in ihrer natürlichen Position. Vermeide es, die Augen weit aufzureißen, zusammenzukneifen oder stark zu lächeln.
- Sorge für freie Sicht auf die Augenpartie. Streiche die Haare zur Seite. Entferne nach Möglichkeit kräftigen Eyeliner, auffällige künstliche Wimpern und Lidschatten, wenn sie die Lidfalte oder die Augenwinkel verdecken.
- Vermeide extreme Nahaufnahmen. Halte die Kamera etwas weiter entfernt und schneide das Bild bei Bedarf anschließend zu. Ein geringer Kameraabstand kann Unterschiede in den Proportionen übertrieben erscheinen lassen.
Die Frontalansicht eignet sich am besten, um Kontur, Neigung der Augenwinkel und Augenabstand zu beurteilen. Sie zeigt außerdem, wie viel vom Oberlid sichtbar ist. Die leichte Seitenansicht hilft dabei, die Lage der Augen in der Augenhöhle einzuschätzen – also zu erkennen, ob sie eher zurückliegen oder hervortreten. Das ist von vorn oft schwieriger zu beurteilen.
Verzichte auf Beauty-Filter. Weitwinkelobjektive, Kopfhaltung, Gesichtsausdruck und ungleichmäßige Beleuchtung können beeinflussen, wie deine Augen auf dem Foto wirken.
Fünf Merkmale zur Beschreibung deiner Augenform
Die üblichen Begriffe für Augenformen beschreiben unterschiedliche Merkmale. „Mandelförmig“ bezieht sich auf die Augenöffnung, „Schlupflid“ auf die Haut darüber. Die Begriffe schließen sich also nicht gegenseitig aus.
| Merkmal | Worauf du achten solltest | Übliche Begriffe |
|---|---|---|
| Kontur der Augenöffnung | Verjüngung zu den Augenwinkeln, Höhe der Öffnung, Sichtbarkeit der Iris | Mandelförmig, rund |
| Lidstruktur | Lidfalte und sichtbare Lidfläche | Sichtbare Lidfalte, Schlupflid, Monolid |
| Neigung der Augenwinkel | Höhe des äußeren im Vergleich zum inneren Augenwinkel | Nach oben gerichtet, waagerecht, nach unten gerichtet |
| Lage in der Augenhöhle | Position im Verhältnis zur Brauenpartie und zur umgebenden Augenhöhle | Tiefliegend, mittlere Tiefe, hervortretend |
| Augenabstand | Abstand im Vergleich zur Breite eines Auges | Eng stehend, durchschnittlicher Abstand, weit auseinanderstehend |
Mehrere Begriffe können gleichzeitig zutreffen. Sie dienen der Beschreibung und lassen keine Rückschlüsse auf Attraktivität, Gesundheit, Persönlichkeit, Abstammung oder ethnische Zugehörigkeit zu.
1. Kontur der Augenöffnung prüfen
Blicke mit entspanntem Gesichtsausdruck geradeaus. Konzentriere dich auf die Öffnung zwischen den Augenlidern, nicht auf die umgebende Haut oder das Make-up.
Nutze dafür diesen Iris-Lid-Check:
- Scheint die Iris, also der farbige Teil des Auges, sowohl das Ober- als auch das Unterlid zu berühren?
- Ist direkt über oder unter der Iris Sklera, also das Weiß des Auges, sichtbar?
- Verjüngt sich die Öffnung deutlich zu den Augenwinkeln hin, oder wirkt sie in der Mitte eher rund?
Eine mandelförmige Kontur wirkt normalerweise länglich und läuft zu den Augenwinkeln hin schmaler zu. Die Iris scheint häufig beide Lider zu berühren oder wird teilweise von ihnen bedeckt. Über und unter ihr ist nur wenig Weiß sichtbar.
Eine runde Kontur hat im Verhältnis zu ihrer Breite eine größere Höhe. Unterhalb der Iris kann Weiß sichtbar sein, manchmal auch darüber. Das ist jedoch individuell unterschiedlich.
Das seitlich neben der Iris sichtbare Weiß ist nicht das entscheidende Merkmal. Achte gezielt auf den Bereich darüber und darunter und betrachte anschließend die gesamte Kontur.
Rund bedeutet nicht groß, und mandelförmig bedeutet nicht klein. Größe und Kontur sind unterschiedliche Merkmale. Deine Augenöffnung kann auch zwischen diesen beiden Beschreibungen liegen.
Betrachte das Verhältnis zwischen Iris und Lidern sowie das sichtbare Weiß als Hinweise, nicht als starre Regeln oder diagnostischen Test. Wenn du nach oben blickst, die Augen weit öffnest oder zusammenkneifst, verändert sich dieses Verhältnis.
2. Lidstruktur erkennen
Betrachte anschließend das Oberlid und halte die Augenbrauen dabei entspannt.
Das bewegliche Lid ist der Teil des Oberlids direkt über den Wimpern, der sich beim Blinzeln bewegt. Bei einer ausgeprägten Lidfalte liegt dieser Bereich zwischen Wimpernkranz und Lidfalte.
- Sichtbare Lidfalte mit freier Lidfläche: Über dem Wimpernkranz ist eine Falte zu erkennen. Beim Blick geradeaus bleibt ein Teil des beweglichen Lids sichtbar.
- Schlupflider: Haut des Oberlids bedeckt einen Teil des beweglichen Lids oder der Lidfalte. Diese Überlagerung kann sich über die gesamte Breite des Lids erstrecken oder außen stärker ausgeprägt sein.
- Monolid: Es ist keine deutlich ausgeprägte Oberlidfalte vorhanden. Natürliche Hautfalten können dennoch auftreten, etwa nahe dem inneren Augenwinkel.
Eine Lidfalte kann vorhanden sein, auch wenn sie bei geöffneten Augen teilweise verborgen ist. Senke bei Bedarf kurz den Blick, um sie zu erkennen. Blicke danach wieder entspannt geradeaus, um zu beurteilen, wie viel Lidfläche sichtbar bleibt.
Monolids und Schlupflider sind nicht dasselbe. Ein Monolid beschreibt das Fehlen einer deutlich ausgeprägten Lidfalte. Ein Schlupflid beschreibt Haut, die das bewegliche Lid oder den Bereich der Lidfalte bedeckt. Keines dieser Merkmale sollte aus der ethnischen Zugehörigkeit abgeleitet werden.
Wenn du die Augenbrauen hochziehst, kann vorübergehend mehr Lidfläche sichtbar werden. Falls du bemerkst, dass du das tust, entspanne vor der Beurteilung deine Stirn.
3. Inneren und äußeren Augenwinkel vergleichen
Hier geht es um die Neigung der Augenwinkel, auch Kanthusneigung genannt. Dafür vergleichst du die Höhe des inneren und des äußeren Augenwinkels. Nutze die Frontalansicht, halte den Kopf gerade und blicke mit entspannten Augenbrauen geradeaus.
Stelle dir eine waagerechte Linie vor, die vom inneren Augenwinkel nach außen verläuft. Vergleiche die tatsächliche Position des äußeren Augenwinkels mit dieser Linie:
- Nach oben gerichtet: Der äußere Augenwinkel liegt über der Linie.
- Annähernd waagerecht: Der äußere Augenwinkel liegt ungefähr auf der Linie.
- Nach unten gerichtet: Der äußere Augenwinkel liegt unter der Linie.
Orientiere dich an den Punkten, an denen Ober- und Unterlid zusammentreffen. Ein Eyeliner-Wing, nach oben gerichtete Wimpern oder eine äußere Hautfalte sind nicht der Augenwinkel selbst.
Prüfe jedes Auge einzeln. Kleine Unterschiede zwischen der linken und rechten Seite sind normal. Schon eine leichte Kopfneigung kann einen äußeren Augenwinkel höher erscheinen lassen, als er tatsächlich ist. Ist der Höhenunterschied zwischen innerem und äußerem Augenwinkel nur gering, passt die Beschreibung „annähernd waagerecht“.
4. Lage in der Augenhöhle von vorn und von der Seite beurteilen
Vergleiche deine beiden Fotos. Orientiere dich dabei an der Brauenpartie und der umgebenden Augenhöhle. Beurteile die Tiefe nicht danach, wie groß die Augen wirken.
Tiefliegende Augen wirken unter einer stärker ausgeprägten Brauenpartie zurückversetzt. Hervortretende Augen treten im Verhältnis zur umgebenden Augenhöhle deutlicher hervor. In einer leichten Seitenansicht ist dieser Unterschied häufig leichter zu erkennen.
Manche Augen wirken weder besonders tiefliegend noch deutlich hervortretend. Du kannst dies als mittlere Tiefe beschreiben oder diesen Punkt offenlassen.
Frage dich:
- Bleibt der Eindruck der Tiefe in beiden Ansichten bestehen?
- Erkenne ich tatsächlich eine zurückliegende oder hervortretende Position – oder entsteht der Eindruck nur durch die Beleuchtung?
- Verwechsle ich eine bedeckte Lidfläche mit einer tiefliegenden Position des Auges?
Schlupflider und tiefliegende Augen sind unterschiedliche Merkmale
Schlupflider betreffen das Oberlid. „Tiefliegend“ beschreibt dagegen, wo die Augen im Verhältnis zur Brauenpartie und zur umgebenden Augenhöhle sitzen.
| Vergleich | Schlupflider | Tiefliegende Augen |
|---|---|---|
| Hauptmerkmal | Haut des Oberlids bedeckt einen Teil der Lidfläche | Die Augen liegen unter der Brauenpartie weiter zurück |
| Geeignete Ansicht | Von vorn, mit entspannten Augenbrauen | Von vorn und leicht von der Seite |
| Wichtigster Hinweis | Weniger sichtbare Lidfläche oder Lidfalte | Zurückliegende Position im Verhältnis zur Brauenpartie |
| Können beide gemeinsam auftreten? | Ja, zusammen mit tiefliegenden Augen | Ja, zusammen mit Schlupflidern |
Eine Person kann sowohl Schlupflider als auch tiefliegende Augen haben. Andere haben Schlupflider, ohne dass die Augen deutlich zurückliegen, oder tiefliegende Augen mit klar sichtbarer Lidfalte und sichtbarem beweglichem Lid.
Beurteile die Tiefe nicht allein anhand eines dunklen Schattens auf dem Oberlid. Licht von oben kann diesen Schatten unabhängig von der Position der Augen erzeugen.
Hier beschreibst du die seit Langem bestehende Lage deiner Augen, nicht ihren Gesundheitszustand. Wenn sich die Position neu verändert oder ein Auge neuerdings stärker hervortritt, solltest du das nicht einfach als neue Augenform einordnen.
5. Augenabstand getrennt einschätzen
Der Augenabstand beschreibt das Verhältnis zwischen beiden Augen, nicht die Form einer einzelnen Augenöffnung.
Gehe bei deinem Frontalfoto folgendermaßen vor:
- Ermittle den sichtbaren Abstand zwischen den beiden inneren Augenwinkeln.
- Vergleiche ihn mit der auf dem Foto sichtbaren Breite eines Auges – vom inneren bis zum äußeren Augenwinkel.
- Nutze diesen Vergleich für eine grobe Beschreibung.
| Abstand im Vergleich zur Breite eines Auges | Ungefähre Beschreibung |
|---|---|
| Kleiner | Eng stehend |
| Etwa gleich groß | Durchschnittlicher Abstand |
| Größer | Weit auseinanderstehend |
Dies ist eine grobe Orientierung für Stylingzwecke, keine präzise anatomische Messung und kein Ideal, das du erreichen solltest. Die gesamten Gesichtsproportionen, die Kameraperspektive und die Kopfhaltung beeinflussen den Vergleich.
Wenn ein Auge breiter erscheint, weil dein Kopf gedreht ist, wird die Einschätzung weniger aussagekräftig. Kehre zur Frontalansicht zurück, statt ein Ergebnis zu erzwingen.
Du kannst eng stehende runde Augen, weit auseinanderstehende mandelförmige Augen oder jede andere Kombination aus Abstand, Kontur und Lidstruktur haben.
Die fünf Beobachtungen zu einer Beschreibung verbinden
Nutze diese Reihenfolge:
Kontur → Lidstruktur → Neigung der Augenwinkel → Lage in der Augenhöhle → Augenabstand
Zum Beispiel:
- Rund, Schlupflider, annähernd waagerecht, mittlere Tiefe, durchschnittlicher Abstand.
- Mandelförmig, Monolid, leicht nach oben gerichtet, mittlere Tiefe, weit auseinanderstehend.
- Mandelförmig, sichtbare Lidfalte, nach unten gerichtet, tiefliegend, eng stehend.
- Mandelförmig, Schlupflider, nach oben gerichtet, tiefliegend, durchschnittlicher Abstand.
Diese Kombinationen beschreiben unterschiedliche Merkmale, ohne eine davon als besser zu bewerten.
Deine eigene Beschreibung darf Zusätze wie „leicht“, „teilweise“ oder „zwischen mandelförmig und rund“ enthalten. Du musst nicht jedes Merkmal eindeutig zuordnen.
Notiere zum Abschluss für jedes der fünf Merkmale eine Beobachtung und markiere, wo du unsicher bist. Eine sorgfältige Einschätzung ist hilfreicher, als immer wieder nach einer vermeintlich eindeutigen Kategorie zu suchen.
Warum deine Augenform auf Fotos unterschiedlich wirken kann
Wenn deine Augen auf einem anderen Foto anders aussehen, muss sich das Merkmal selbst nicht verändert haben. Mehrere alltägliche Faktoren beeinflussen den Eindruck:
- Gesichtsausdruck: Zusammengekniffene Augen verengen die Öffnung. Hochgezogene Augenbrauen können mehr vom beweglichen Lid sichtbar machen.
- Make-up und Wimpern: Eyeliner, Lidschatten, geschwungene Wimpern und künstliche Wimpern können die wahrgenommene Kontur oder Neigung der Augenwinkel verändern.
- Kameraabstand und -winkel: Eine Aufnahme aus kurzer Entfernung oder von der Seite kann den wahrgenommenen Augenabstand verändern. Das Auge, das näher an der Kamera liegt, kann größer erscheinen.
- Beleuchtung: Licht von oben kann die Schatten unter den Brauen verstärken. Bei gleichmäßigem Licht von vorn ist die Lage der Augen in der Augenhöhle unter Umständen weniger deutlich zu erkennen.
- Natürliche Unterschiede zwischen links und rechts: Die beiden Augen können leicht unterschiedliche Lidfalten, Öffnungen oder Positionen der Augenwinkel aufweisen.
Beurteile zunächst jedes Auge einzeln und notiere anschließend den Gesamteindruck. Beide Beschreibungen müssen nicht identisch sein. Wenn du natürliche Unterschiede zwischen deinen Augen näher betrachten möchtest, kannst du mit Facefys Symmetrie-Check die Gesichtssymmetrie anhand eines Fotos erkunden. Beachte dabei, dass Kamerawinkel, Beleuchtung und Gesichtsausdruck das Ergebnis beeinflussen können und kleine Unterschiede zwischen beiden Seiten normal sind.
Auch das Erscheinungsbild der Augenlider kann sich mit zunehmendem Alter allmählich wandeln, wenn sich Haut und umliegendes Weichgewebe verändern. Davon zu unterscheiden sind plötzliche Veränderungen. Neu auftretendes Herabhängen eines Lids, Schwellungen, Schmerzen, Doppelbilder oder andere Sehveränderungen sollten medizinisch abgeklärt und nicht als Frage der Augenform behandelt werden. Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt bei plötzlich auftretenden Doppelbildern eine dringende Untersuchung und bei plötzlichem Sehverlust eine sofortige Notfallversorgung. Eine herabhängende Gesichtshälfte zusammen mit Schwäche in einem Arm oder Sprachstörungen kann auf einen Schlaganfall hindeuten und erfordert sofortige medizinische Hilfe.
Die Beschreibung deiner Augenform als Stylinghilfe nutzen, nicht als Regel
Die Beschreibung ist dann nützlich, wenn sie dir bei einer praktischen Entscheidung hilft.
Make-up an der sichtbaren Lidfläche ausrichten
Wenn bei geöffneten Augen nur wenig vom beweglichen Lid sichtbar ist, kann ein dicker Lidstrich den größten Teil dieser Fläche bedecken. Damit mehr vom Lidschatten sichtbar bleibt, beginne mit einem dünneren Lidstrich. Prüfe das Ergebnis, während du mit entspannten Augenbrauen geradeaus blickst.
Bei Schlupflidern oder Monolids orientierst du dich beim Auftragen des Lidschattens am besten daran, welche Bereiche bei geöffneten Augen sichtbar bleiben. Verlasse dich nicht auf eine angenommene Position der Lidfalte. Baue die Farbe schrittweise dort auf, wo sie zu sehen sein soll.
Mit Kontur und Neigung der Augenwinkel experimentieren
Um deine natürliche Kontur aufzugreifen, führe den Eyeliner nah am Wimpernkranz entlang und folge dessen Kurve. Für einen anderen optischen Effekt kannst du die äußere Verlängerung des Lidstrichs verändern oder Mascara stärker auf die mittleren beziehungsweise äußeren Wimpern konzentrieren.
Das sind Stylingmöglichkeiten, keine Vorgaben. Nach oben gerichtete, waagerechte oder nach unten gerichtete Augenwinkel müssen nicht korrigiert werden.
Lage in der Augenhöhle und Augenabstand im Zusammenhang betrachten
Schatten unter der Brauenpartie können beeinflussen, wie Lidschatten bei tiefliegenden Augen wirkt. Bei stärker hervortretenden Augen kann Schimmer das Licht anders reflektieren. Prüfe das fertige Make-up sowohl bei normalem Tageslicht als auch unter der Beleuchtung, bei der du dich gewöhnlich schminkst.
Der Augenabstand kann dir helfen, zu vergleichen, wie Brillenfassungen im Verhältnis zu deinen Augen sitzen. Er gibt jedoch keine bestimmte Stegbreite vor. Der Sitz auf der Nase, die Fassungsbreite, die Position der Gläser und der Tragekomfort sind wichtiger als die Bezeichnung des Augenabstands.
Wenn du nach deiner eigenen Einschätzung eine zusätzliche Orientierung möchtest, bietet Facefys Augenform-Erkennung eine geschätzte visuelle Einordnung anhand eines Fotos. Betrachte sie als ergänzende Beschreibung, nicht als objektives Urteil oder Ersatz für die fünf Beobachtungen. Beleuchtung, Gesichtsausdruck, Aufnahmewinkel und Bildqualität können die Einschätzung beeinflussen.
Aus Begriffen für Augenformen lassen sich keine Aussagen über Attraktivität, Persönlichkeit, Abstammung, ethnische Zugehörigkeit oder Gesundheit ableiten. Ihr Nutzen liegt darin, Merkmale zu beschreiben und Stylingentscheidungen nach deinen eigenen Vorlieben zu treffen.
Häufige Fragen zur Augenform
Kann man mehr als eine Augenform haben?
Ja. Die fünf Merkmale beschreiben unterschiedliche Aspekte, deshalb können mehrere Bezeichnungen gleichzeitig zutreffen. „Rund, mit Schlupflidern und annähernd waagerechten Augenwinkeln“ ist eine schlüssige Beschreibung und kein Widerspruch.
Sind Monolids und Schlupflider dasselbe?
Nein. Bei einem Monolid fehlt eine deutlich ausgeprägte Oberlidfalte. Bei Schlupflidern bedeckt Haut des Oberlids einen Teil des beweglichen Lids oder der Lidfalte. Achte deshalb sowohl auf die Struktur der Lidfalte als auch darauf, was bei entspannten, geöffneten Augen sichtbar bleibt.
Können mandelförmige Augen auch Schlupflider haben oder nach oben gerichtet sein?
Ja. „Mandelförmig“ beschreibt die Kontur der Augenöffnung, „Schlupflid“ das Oberlid und „nach oben gerichtet“ die Neigung der Augenwinkel. Alle drei Merkmale können gleichzeitig zutreffen.
Gelten eng oder weit auseinanderstehende Augen als Augenformen?
Diese Begriffe beschreiben den Augenabstand, nicht die Form einer einzelnen Augenöffnung. Betrachte den Abstand deshalb getrennt von Kontur, Lidstruktur, Neigung der Augenwinkel und Lage in der Augenhöhle.
Warum können die beiden Augen unterschiedlich aussehen?
Kleine natürliche Unterschiede sind normal. Gesichtsausdruck, Make-up, Beleuchtung und Kameraperspektive können sie zusätzlich verstärken. Ein neuer oder plötzlich auftretender Unterschied sollte insbesondere bei weiteren Symptomen medizinisch abgeklärt und nicht einfach als andere Augenform eingeordnet werden.
Verändert sich die Augenform mit dem Alter?
Die Augenöffnung und das Erscheinungsbild der umgebenden Augenlider können sich allmählich verändern, wenn sich Haut und Weichgewebe wandeln. Das kann auch beeinflussen, wie deutlich die Lidfalte sichtbar ist und wie ausgeprägt Schlupflider sind. Eine Beschreibung, die vor Jahren gepasst hat, muss deshalb nicht mehr dem heutigen Erscheinungsbild entsprechen. Nutze die Begriffe als flexible Beschreibungen deiner aktuellen Merkmale, nicht als dauerhafte Kategorien.

