Augentypen: Ein praktischer Leitfaden zu Augenformen und Merkmalen
So unterscheiden Sie mandelförmige, runde, tiefliegende und hervorstehende Augen, Monolider und Schlupflider – mit Tipps zu Augenabstand und Augenwinkeln.
Zu den häufigsten Bezeichnungen für Augentypen gehören mandelförmig, rund, tiefliegend, hervorstehend sowie nach oben oder unten geneigt. Hinzu kommen Lidmerkmale wie Monolider und Schlupflider. Eng oder weit stehende Augen beschreiben dagegen den Abstand, nicht die Form. All das sind beschreibende Begriffe, keine starren biologischen Kategorien. Mehrere Merkmale können gleichzeitig auftreten: Sie können beispielsweise mandelförmige Augen mit Schlupflidern haben, deren äußere Augenwinkel leicht nach oben geneigt sind.
Am hilfreichsten ist es, sechs Merkmale getrennt zu betrachten: Form der Augenöffnung, Lidfalte, Lage in der Augenhöhle, Neigung der Augenwinkel, Hervortreten und Augenabstand. So lässt sich das Aussehen Ihrer Augen genauer beschreiben als mit einem einzelnen Begriff.
Was mit „Augentyp“ gemeint sein kann

„Augentyp“ kann sich auf die sichtbare Form, den Aufbau der Augenlider, die Farbe oder die innere Anatomie beziehen. Dieser Leitfaden konzentriert sich auf sichtbare Merkmale, die Sie im Spiegel oder auf einem Referenzfoto erkennen können.
Die Öffnung zwischen den Augenlidern hat einen anatomischen Namen: Lidspalte. Begriffe wie mandelförmig und rund beschreiben diese Öffnung im allgemeinen Sprachgebrauch. Sie sind keine präzisen anatomischen Klassifikationen.
Die verschiedenen Bezeichnungen beantworten unterschiedliche Fragen:
- Form der Augenöffnung: Wirkt der Umriss länglich oder eher rund?
- Lidfalte: Ist eine Oberlidfalte sichtbar, nicht vorhanden oder teilweise verdeckt?
- Lage in der Augenhöhle: Wie weit scheint das Auge unter dem Brauenknochen zurückzuliegen?
- Neigung der Augenwinkel: Liegt der äußere Augenwinkel höher, auf gleicher Höhe oder tiefer als der innere?
- Hervortreten: Wie weit liegt das Auge im Verhältnis zur umgebenden Augenhöhle vorn?
- Augenabstand: Wie verhält sich der Abstand zwischen den Augen zur Breite eines Auges?
Diese Merkmale lassen sich zu einer Beschreibung kombinieren. Wie tief ein Auge liegt und wie weit es hervortritt, sind miteinander verbundene Aspekte seiner Position. Daraus lässt sich jedoch weder die Form der Augenöffnung ableiten noch erkennen, ob ein Schlupflid vorliegt.
Kein Augentyp gilt als Normalfall oder Ideal. Aus diesen Merkmalen lassen sich weder Persönlichkeit, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht noch Attraktivität ableiten.
Augentypen im Überblick
Die Tabelle zeigt, welches Merkmal die jeweilige Bezeichnung beschreibt. Vergleichen Sie zunächst Begriffe, die sich auf denselben Aspekt beziehen.
| Merkmal | Beschreibung | Wichtigster sichtbarer Anhaltspunkt |
|---|---|---|
| Form der Augenöffnung | Mandelförmig | Längliche Öffnung; die Lider umrahmen die Iris eng |
| Form der Augenöffnung | Rund | In der Höhe stärker geöffnete Lidspalte; möglicherweise ist mehr Augenweiß sichtbar |
| Lidfalte | Sichtbare Lidfalte | Die Oberlidfalte bleibt sichtbar |
| Lidfalte | Monolid | Kaum oder keine sichtbare Lidfalte |
| Lidfalte | Schlupflid | Haut überlagert die Lidfalte oder das bewegliche Lid |
| Lage in der Augenhöhle | Tiefliegend | Das Auge wirkt unter dem Brauenknochen zurückgesetzt |
| Neigung der Augenwinkel | Nach oben geneigt | Der äußere Augenwinkel liegt höher als der innere |
| Neigung der Augenwinkel | Waagerecht | Die Augenwinkel liegen ungefähr auf gleicher Höhe |
| Neigung der Augenwinkel | Nach unten geneigt | Der äußere Augenwinkel liegt tiefer als der innere |
| Hervortreten | Hervorstehend | Das Auge scheint in der Augenhöhle weiter vorn zu liegen |
| Hervortreten | Weniger hervorstehend | Das Auge wölbt sich sichtbar weniger nach vorn |
| Augenabstand | Eng stehend | Der Abstand ist geringer als eine Augenbreite |
| Augenabstand | Ungefähr eine Augenbreite | Der Abstand entspricht ungefähr der Breite eines Auges |
| Augenabstand | Weit stehend | Der Abstand ist größer als eine Augenbreite |
Die Angaben zum Augenabstand sind grobe Faustregeln aus dem Stylingbereich. Sie sind weder klinische Standards noch Vorgaben dafür, wie Augen aussehen sollten.
Mandelförmige und runde Augen im Vergleich
Mandelförmige Augen haben gewöhnlich eine waagerecht längliche Öffnung, die zu den Augenwinkeln hin schmaler wird. Ober- und Unterlid liegen meist am oberen beziehungsweise unteren Rand der Iris an oder umrahmen sie eng. Die Iris ist der farbige Teil des Auges.
Runde Augen wirken im Verhältnis dazu in der Höhe stärker geöffnet. Unterhalb, manchmal auch oberhalb der Iris kann mehr Sklera, also Augenweiß, sichtbar sein.
Achten Sie bei Frontalaufnahmen auf den Unterschied zwischen einer länglichen Öffnung, deren Lidränder die Iris eng umrahmen, und einer runderen Öffnung, bei der oberhalb oder unterhalb der Iris etwas Augenweiß zu sehen ist. Keines dieser Merkmale ist für sich allein eindeutig. Blickrichtung, Gesichtsausdruck und die natürliche Lidposition beeinflussen, wie viel Augenweiß sichtbar ist.
Ein einfacher Iris-Lid-Test
Schauen Sie geradeaus, entspannen Sie die Augenbrauen und lassen Sie die Augen natürlich geöffnet. Reißen Sie sie nicht absichtlich weiter auf.
- Prüfen Sie, ob die Iris sowohl das Ober- als auch das Unterlid zu berühren scheint.
- Achten Sie darauf, ob bei entspanntem Blick oberhalb oder unterhalb der Iris Augenweiß sichtbar bleibt.
- Betrachten Sie den gesamten Umriss: Wirkt er eher länglich oder eher kreisförmig?
Wenn die Lider die Iris eng umrahmen und die Öffnung länglich ist, kann mandelförmig eine passende Beschreibung sein. Wirkt die Öffnung in der Höhe größer und bleibt ober- oder unterhalb der Iris Augenweiß sichtbar, passt möglicherweise rund besser.
Dies sind sichtbare Anhaltspunkte, keine strengen Regeln. Ein wenig Augenweiß unterhalb der Iris bedeutet nicht automatisch, dass ein Auge rund ist. Blickrichtung, Lidposition und Gesichtsausdruck beeinflussen ebenfalls, was sichtbar ist.
Orientieren Sie sich an den tatsächlichen Lidrändern, nicht am Umriss, den Eyeliner oder Wimpern erzeugen. Ein langer Lidstrich kann die Öffnung länglicher erscheinen lassen. In der Mitte betonte Wimpern können dagegen die Rundung hervorheben.
Monolider, Schlupflider und tiefliegende Augen sind unterschiedliche Merkmale
Diese Begriffe werden häufig zusammengefasst, beschreiben aber unterschiedliche Merkmale der Augenpartie.
Monolid oder Schlupflid: Wie unterscheiden sich die Lidfalten?
Bei einem Monolid ist kaum oder keine Oberlidfalte sichtbar. Das bedeutet nicht, dass das Augenlid an keiner Stelle Falten oder Konturen aufweist.
Bei Schlupflidern legt sich Haut über einen Teil der Oberlidfalte oder des beweglichen Lids. Das bewegliche Lid ist der Bereich, der sich beim Blinzeln über das Auge bewegt. Die Überlagerung kann am äußeren Augenwinkel stärker auffallen oder sich über einen großen Teil des Lids erstrecken.
Der entscheidende Unterschied:
- Monolid: Eine klar abgegrenzte Oberlidfalte ist nicht sichtbar oder nicht deutlich ausgeprägt.
- Schlupflid: Eine darüberliegende Hautfalte verdeckt einen Teil der Lidfalte oder des beweglichen Lids.
Auf einem einzelnen Foto lässt sich oft schwer erkennen, ob eine Lidfalte verdeckt oder kaum ausgeprägt ist. Wenn Sie den Blick leicht senken, wird möglicherweise eine Falte sichtbar, die beim Blick geradeaus verdeckt bleibt. Ziehen Sie nicht an der Haut und heben Sie nicht die Augenbrauen an, um ein bestimmtes Erscheinungsbild zu erzwingen.
Eine Epikanthusfalte ist eine Hautfalte am inneren Augenwinkel. Sie kann bei Monolidern und anderen Lidstrukturen auftreten und ist nicht dasselbe wie ein Schlupflid. Aus ihr sollten keine Rückschlüsse auf die ethnische Zugehörigkeit oder Abstammung einer Person gezogen werden.
Schlupflider oder tiefliegende Augen: Hautüberlagerung oder Augenposition?
Tiefliegende Augen wirken unter dem Brauenknochen weiter zurückgesetzt. Brauenknochen und Augenhöhle können natürliche Schatten rund um das Auge erzeugen, selbst wenn die Oberlidfalte sichtbar ist.
Stellen Sie sich zwei Fragen:
- Überlagert Haut die Lidfalte oder das bewegliche Lid? Das spricht für ein Schlupflid.
- Wirkt das Auge im Verhältnis zum Brauenknochen zurückgesetzt? Das spricht für eine tiefliegende Position.
Von vorn lässt sich gut erkennen, wie stark die Lidfalte verdeckt ist. Aus einem leicht seitlichen Blickwinkel ist das Verhältnis zwischen Auge und Brauenknochen leichter zu beurteilen. Beide Ansichten ergänzen sich: Eine von vorn deutlich erkennbare Hautfalte bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Auge tiefer liegt. Ein zurückgesetztes Auge kann dagegen von der Seite deutlicher erkennbar sein, ohne dass seine Lidfalte stark verdeckt ist.
Starkes Licht von oben kann die Augen tiefliegender erscheinen lassen. Ordnen Sie Ihre Augen deshalb nicht allein anhand von Schatten ein. Einen ausführlicheren Vergleich finden Sie im Artikel über Schlupflider und tiefliegende Augen.
Eine Person kann sowohl Schlupflider als auch tiefliegende Augen haben. Der eine Begriff beschreibt die Überlagerung durch eine Hautfalte, der andere die Position des Auges.
Für Make-up ist diese Unterscheidung hilfreich. Prüfen Sie bei Schlupflidern mit Blick geradeaus, wo Eyeliner und Lidschatten sichtbar bleiben. Berücksichtigen Sie bei tiefliegenden Augen, wo bereits natürliche Schatten liegen, bevor Sie die gesamte Augenhöhle mit dunklem Lidschatten betonen.
Nach oben oder unten geneigte, hervorstehende sowie eng und weit stehende Augen
Diese Bezeichnungen beschreiben Neigung, Hervortreten und Abstand. Sie ergänzen die Beschreibung der Augenöffnung, ersetzen sie aber nicht.
Nach oben oder unten geneigt: die Augenwinkel vergleichen
Halten Sie den Kopf gerade und stellen Sie sich bei jedem Auge eine waagerechte Linie durch den inneren Augenwinkel vor.
- Nach oben geneigt: Der äußere Augenwinkel liegt höher als der innere.
- Nach unten geneigt: Der äußere Augenwinkel liegt tiefer als der innere.
- Waagerecht: Die Augenwinkel befinden sich ungefähr auf gleicher Höhe.
Dieses Verhältnis zwischen innerem und äußerem Augenwinkel wird häufig als Kanthalneigung bezeichnet. Für eine einfache Beschreibung müssen Sie keinen Winkel berechnen.
Betrachten Sie die Stellen, an denen die Lider zusammentreffen, nicht die Spitzen Ihrer Wimpern oder die Enden des Lidstrichs. Schon eine leichte Kopfneigung kann das sichtbare Verhältnis verändern. Bei geringen Unterschieden ist eine eindeutige Zuordnung nicht nötig.
Rund oder hervorstehend: Umriss oder Vorwölbung?
Rund beschreibt den Umriss der Augenöffnung und wie die Lider die Iris umrahmen. Hervorstehend beschreibt, wie weit das Auge im Verhältnis zur umgebenden Augenhöhle nach vorn zu liegen scheint.
Die Begriffe sind nicht austauschbar:
- Mandelförmige Augen können hervorstehen.
- Runde Augen können tiefliegend sein.
- Eine runde Öffnung bedeutet nicht zwangsläufig eine stärkere Vorwölbung.
Eine leicht seitliche Ansicht kann helfen, das Hervortreten einzuschätzen. Ein gewöhnliches Foto ermöglicht jedoch keine zuverlässige Messung. Die Perspektive einer Nahaufnahme und gerichtetes Licht können den Eindruck verändern.
Eng oder weit stehend: den Abstand mit einer Augenbreite vergleichen
So schätzen Sie den Augenabstand grob ein:
- Schätzen Sie die waagerechte Breite eines Auges vom inneren bis zum äußeren Augenwinkel.
- Vergleichen Sie diese Breite mit dem Abstand zwischen den beiden inneren Augenwinkeln.
- Verwenden Sie eng stehend, wenn der Abstand kleiner wirkt, weit stehend, wenn er größer wirkt, oder ungefähr eine Augenbreite auseinander, wenn beide Maße ähnlich erscheinen.
Dies ist eine Faustregel aus dem Stylingbereich, keine klinische Messung. Ein Abstand von ungefähr einer Augenbreite wird manchmal als proportional bezeichnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass er attraktiver oder wünschenswerter ist.
Wenn sich Ihre Augen leicht in der Breite unterscheiden, verwenden Sie beide als grobe Referenz. Wählen Sie nicht gezielt dasjenige aus, das zu einer bestimmten Bezeichnung führt.
Augenform in sechs Schritten selbst bestimmen
Ein neutraler Blick in den Spiegel oder ein entsprechendes Foto reicht für eine hilfreiche Beschreibung aus. Es geht darum, Ihre üblichen Merkmale zu erkennen, nicht um eine exakte Messung.
- Schauen Sie geradeaus und entspannen Sie Ihren Gesichtsausdruck. Lassen Sie die Augenbrauen in ihrer natürlichen Position. Kneifen Sie die Augen beim ersten Vergleich nicht zusammen und reißen Sie sie nicht auf. Vermeiden Sie auch ein breites Lächeln.
- Halten Sie den Kopf gerade. Heben oder senken Sie das Kinn nicht und neigen Sie den Kopf nicht zu einer Schulter. Das ist besonders wichtig, wenn Sie die Höhe der Augenwinkel vergleichen.
- Verwenden Sie weiches, gleichmäßiges Licht von vorn. Stellen Sie sich vor ein Fenster mit indirektem Tageslicht oder nutzen Sie eine diffuse Lichtquelle vor sich. Starkes Licht von oben oder von der Seite kann die Schatten unter dem Brauenknochen verstärken.
- Achten Sie darauf, dass die Augenlider gut sichtbar sind. Streichen Sie Haare aus dem Augenbereich. Betrachten Sie die Merkmale möglichst ohne auffälligen Eyeliner, falsche Wimpern oder kräftigen Lidschatten, der die Lidfalte verdeckt.
- Positionieren Sie die Kamera ungefähr auf Augenhöhe. Vermeiden Sie Weitwinkel-Selfies aus sehr kurzer Entfernung. Vergrößern Sie lieber den Abstand zur Kamera und schneiden Sie das Bild bei Bedarf zu. Verwenden Sie ein Foto ohne Filter.
- Betrachten Sie die sechs Merkmale getrennt. Notieren Sie die Form der Augenöffnung, Lidfalte, Lage in der Augenhöhle, Neigung, Hervortreten und Abstand. Ergänzen Sie eine leicht seitliche Ansicht, um die Lage und das Hervortreten besser einzuschätzen. Für Neigung und Abstand eignet sich weiterhin die Frontalansicht.
Ihr Foto ist eine Orientierungshilfe, keine objektive Messung. Objektiv und Aufnahmeperspektive, Beleuchtung, Gesichtsausdruck, Bildqualität und Make-up können die Einschätzung beeinflussen.
Wenn Sie nach Ihrer eigenen Einschätzung eine zusätzliche Orientierung wünschen, bietet Facefys Augenform-Detektor eine fotobasierte Schätzung. Betrachten Sie die KI-generierte Einschätzung als beschreibende Hilfe, nicht als endgültige Klassifikation.
Ihre Beschreibung kann mehrere Augenmerkmale enthalten
Eine kombinierte Beschreibung ist häufig hilfreicher als ein einzelner Begriff, weil jedes Wort eine andere Frage beantwortet.
- Mandelförmige Augen mit Schlupflidern und leichter Aufwärtsneigung: Schlupflider beschreiben die Überlagerung des Lids durch Haut, mandelförmig die Augenöffnung und nach oben geneigt die Position der Augenwinkel.
- Runde, tiefliegende Augen mit waagerechten Augenwinkeln: Rund beschreibt die Öffnung, tiefliegend die Position in der Augenhöhle und waagerecht die Neigung.
- Weit stehende, mandelförmige Augen mit Monolidern: Monolid beschreibt die Lidfalte, mandelförmig die Öffnung und weit stehend den Abstand.
- Hervorstehende, mandelförmige Augen mit leicht nach unten geneigten Augenwinkeln: Hervorstehend beschreibt die Vorwölbung, mandelförmig die Öffnung und nach unten geneigt die Neigung.
Sie benötigen nicht für jedes Merkmal eine Bezeichnung. „Leichte Schlupflider mit waagerechten Augenwinkeln“ kann ausreichen, um Make-up gezielt aufzutragen oder Ihre Beobachtung zu beschreiben.
Wenn Ihre Augen zwischen mandelförmig und rund liegen, kann „eine längliche Öffnung mit etwas sichtbarem Augenweiß unterhalb der Iris“ aussagekräftiger sein als eine erzwungene Zuordnung.
Warum Ihre Augen aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlich aussehen können
Gesichtsausdruck, Kopfhaltung, Abstand zur Kamera und Beleuchtung können beeinflussen, wie viel vom Lid sichtbar ist, wie die Augenwinkel ausgerichtet erscheinen und wo Schatten in der Augenhöhle liegen. Auch Make-up und Wimpern verändern den wahrgenommenen Umriss. Ein nach außen verlängerter Lidstrich kann die Länge betonen, während in der Mitte betonte Wimpern die Augenöffnung runder wirken lassen können.
Wenn Sie Make-up-Effekte vergleichen, nehmen Sie zunächst ein neutrales Referenzfoto auf. Halten Sie Kopfhaltung, Gesichtsausdruck, Kameraabstand und Beleuchtung bei allen Varianten möglichst gleich. So erkennen Sie leichter, was das Make-up verändert, ohne den Eindruck eines anderen Augentyps zu bekommen.
Kleine Unterschiede zwischen beiden Augen gehören ebenfalls zur natürlichen Variation eines Gesichts. Wenn Sie diese sichtbaren Unterschiede näher betrachten möchten, bietet Facefys Symmetrie-Checker eine fotobasierte Einschätzung der Gesichtssymmetrie. Die Ergebnisse schätzen das sichtbare Erscheinungsbild ein und werden von Beleuchtung, Kamerawinkel und Gesichtsausdruck beeinflusst. Sie sind keine medizinischen Beurteilungen.
Wenn Ihre Merkmale nicht eindeutig in eine Kategorie passen
- Ihre beiden Augen können unterschiedlich sein: Kleine Unterschiede bei der Öffnung, der Sichtbarkeit der Lidfalte oder der Neigung sind üblich. Beschreiben Sie bei Bedarf jedes Auge einzeln.
- Eine Lidfalte kann unterschiedlich gut sichtbar sein: Gesichtsausdruck, Blickrichtung und allmähliche altersbedingte Veränderungen können beeinflussen, wie viel davon zu sehen ist.
- Mischformen sind üblich: Schlupflider schließen weder eine mandelförmige Öffnung noch eine tiefliegende Position aus.
- Zwischenstufen sind sinnvolle Beschreibungen: „Leicht nach oben geneigt“, „teilweise verdeckt“ oder „zwischen mandelförmig und rund“ sind hilfreiche Angaben, keine unvollständigen Antworten.
Sie müssen nicht immer weitere Fotos aufnehmen, bis eine Kategorie eindeutig erscheint. Verwenden Sie die Beschreibung, die Ihnen bei Ihrem konkreten Anliegen hilft, und lassen Sie feine Unterschiede offen.
Wann eine Veränderung mehr als ein Augentyp ist
Bezeichnungen für Augenformen beschreiben das Aussehen. Sie eignen sich nicht dazu, Erkrankungen zu diagnostizieren.
Ein plötzlich herabhängendes Augenlid, neu auftretendes Hervortreten eines Auges, Schwellungen, Schmerzen, Doppelbilder, Sehverlust oder andere abrupte Veränderungen des Sehvermögens sollten nicht als kosmetischer Augentyp eingeordnet werden. Lassen Sie neue oder plötzlich auftretende Veränderungen zeitnah medizinisch untersuchen.
Plötzlicher Sehverlust oder starke Augenschmerzen erfordern eine sofortige medizinische Notfallversorgung. Ein plötzlich herabhängendes Augenlid, das zusammen mit Schwäche, starken Kopfschmerzen oder anderen neurologischen Symptomen auftritt, muss ebenfalls sofort medizinisch abgeklärt werden.
Ein seit Jahren unverändertes Merkmal ist etwas anderes als ein neues Symptom. Wenn Sie unsicher sind, kann eine Ärztin oder ein Arzt die Veränderung beurteilen.
Fragen zu Augenformen
Können mehrere Beschreibungen auf die Augen einer Person zutreffen?
Ja. Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Merkmale, sodass mehrere gleichzeitig zutreffen können. „Mandelförmige Augen mit Schlupflidern und leichter Aufwärtsneigung“ beschreibt widerspruchsfrei die Form der Augenöffnung, die Hautüberlagerung am Lid und die Neigung der Augenwinkel.
Sind Monolider eine Augenform oder ein Augenlidtyp?
Monolid beschreibt in erster Linie die Oberlidfalte, nicht die Form der Augenöffnung. Eine Person mit Monolidern kann längliche oder rundere Augenöffnungen, unterschiedlich geneigte Augenwinkel und verschiedene Augenabstände haben.
Kann ein Auge anders aussehen als das andere?
Ja. Kleine Unterschiede bei der Sichtbarkeit der Lidfalte, der Größe der Augenöffnung oder der Position der Augenwinkel sind üblich. Sie müssen beiden Augen nicht dieselbe Beschreibung zuordnen. Ein plötzlich neu auftretender Unterschied sollte jedoch medizinisch untersucht und nicht nur als kosmetisches Merkmal eingeordnet werden.
Verändert sich die Augenform mit dem Alter?
Das Aussehen der Augenpartie kann sich verändern, wenn sich die Augenlider und das umgebende Gewebe mit dem Alter wandeln. Schlupflider können deutlicher ausgeprägt sein, und die Sichtbarkeit der Lidfalte kann sich verändern. Andere Merkmale bleiben möglicherweise weitgehend gleich. Nicht alle Merkmale verändern sich zwangsläufig gemeinsam.
Können Make-up oder Wimpern die Augenform anders erscheinen lassen?
Ja. Make-up und Wimpern verändern den wahrgenommenen Umriss, nicht die tatsächliche Position des Auges in der Augenhöhle. Eyeliner am äußeren Augenwinkel kann beispielsweise die Länge betonen, während in der Mitte betonte Wimpern die Augen runder erscheinen lassen können.
Sind Bezeichnungen für Augenformen wissenschaftliche Kategorien?
Sie bilden kein einheitlich standardisiertes System. Anatomische Begriffe beschreiben Strukturen; Bezeichnungen wie mandelförmig und rund sind dagegen allgemeine Beschreibungen des sichtbaren Erscheinungsbilds. Sie helfen dabei, Beobachtungen auszudrücken, ohne jedes Augenpaar einer festen Kategorie zuordnen zu müssen.

