Tiefliegende Augen: So erkennen und schminken Sie sie

So erkennen Sie tiefliegende Augen, unterscheiden sie von Schlupflidern und beurteilen Fotos richtig – mit praktischen Tipps für Eyeliner und Lidschatten.

Tiefliegende Augen wirken, als lägen sie weiter hinten unter dem Brauenbogen. Dadurch erscheint der Brauenknochen häufig ausgeprägter, und über dem Oberlid entsteht ein natürlicher Schatten. Die Tiefe ist jedoch nur eines von mehreren Augenmerkmalen. Ihre Augen können zugleich mandelförmig oder rund sein, Schlupflider haben und eng oder weit auseinanderstehen.

Für eine erste Einschätzung vergleichen Sie die Frontalansicht, die Dreiviertelansicht und die Seitenansicht bei entspanntem Gesichtsausdruck und weichem Licht von vorn. Achten Sie darauf, wie weit das Auge im Verhältnis zum Brauenbogen hervortritt – nicht nur auf den Schatten über dem Oberlid. Beleuchtung, Gesichtsausdruck und Kameraposition können beeinflussen, wie tief die Augenpartie wirkt.

Woran Sie tiefliegende Augen erkennen

Eine Person betrachtet ihre tiefliegenden Augen aus verschiedenen Winkeln im Spiegel.

Das wichtigste sichtbare Merkmal ist die zurückliegende Position unter dem Brauenbogen. Sie fällt häufig in der Dreiviertelansicht oder von der Seite besonders auf. Möglicherweise beobachten Sie Folgendes:

  • Der Brauenbogen scheint im Verhältnis zum Auge weiter hervorzutreten.
  • Unter der Braue liegt ein natürlicher Schatten.
  • Das Oberlid wirkt stärker unter den Brauenbogen zurückgesetzt, als es von vorn erkennbar ist.

Keines dieser Anzeichen reicht allein aus, um die Augentiefe einzuordnen. Ein ausgeprägter Brauenknochen kann einen starken Schatten werfen, auch wenn das Auge aus anderen Blickwinkeln nicht besonders tief liegt.

Tiefliegende Augen sind eine normale Variante des Erscheinungsbilds und müssen nicht korrigiert werden. Die Bezeichnung bedeutet auch nicht automatisch „eingefallene Augen“. Das Wort eingefallen wird häufig unspezifisch verwendet, um Vertiefungen, Schatten oder eine Veränderung des umliegenden Gewebes zu beschreiben. Schon immer tiefliegende Augen und eine neuerdings hohl wirkende Augenpartie sind unterschiedliche Beobachtungen.

Fünf voneinander unabhängige Merkmale beschreiben Ihre Augen

„Tiefliegend“ beschreibt nicht Ihre gesamte Augenform. Wenn Sie fünf Merkmale getrennt betrachten, erhalten Sie eine genauere Beschreibung – besonders dann, wenn Sie entscheiden möchten, wo Sie Make-up auftragen.

MerkmalWas Sie beobachtenGängige Beschreibungen
TiefeWie weit das Auge im Verhältnis zum Brauenbogen hervortrittTiefliegend, weniger zurückliegend, hervortretend
Form der AugenöffnungKontur zwischen Ober- und UnterlidMandelförmig, rund
Abdeckung des OberlidsWie viel vom beweglichen Lid bei geöffneten Augen bedeckt istGeringe, teilweise oder deutliche Abdeckung
AugenabstandSichtbarer Abstand zwischen den AugenEng, durchschnittlich oder weit auseinanderstehend
Neigung der AugenwinkelPosition des äußeren im Verhältnis zum inneren AugenwinkelAufwärtsgerichtet, waagerecht, abwärtsgerichtet

Das bewegliche Lid ist der Teil des Oberlids zwischen Wimpernkranz und Lidfalte. Bei Schlupflidern legt sich die Haut des Oberlids bei geöffnetem Auge über die Lidfalte oder das bewegliche Lid. Diese Abdeckung kann leicht bis deutlich ausgeprägt sein.

Die Struktur der Lidfalte ist ein eigenes Merkmal. Bei einem Monolid ist in der Regel keine klar definierte oder durchgehend sichtbare Oberlidfalte vorhanden. Ein Monolid ist keine Ausprägungsstufe eines Schlupflids. Weder das Aussehen der Lidfalte noch ein Schlupflid zeigt, wie tief das Auge liegt.

Der Kanthalwinkel beschreibt die relative Höhe des inneren und äußeren Augenwinkels, nicht die Tiefe des Auges.

Eine Person kann beispielsweise tiefliegende, mandelförmige Augen mit Schlupflidern und leicht aufwärtsgerichteten äußeren Augenwinkeln haben. Jeder Begriff beantwortet eine andere Frage:

  • Tiefliegend: Wie weit zurückliegend wirkt das Auge?
  • Mandelförmig: Welche Kontur hat die Augenöffnung?
  • Schlupflid: Wie viel des beweglichen Lids wird von der darüberliegenden Haut bedeckt?
  • Leicht aufwärtsgerichtet: Wo liegt der äußere Augenwinkel im Verhältnis zum inneren?

Das sind flexible Beschreibungen des Erscheinungsbilds, keine starren biologischen Kategorien. Sie lassen keine Rückschlüsse auf Persönlichkeit, Abstammung, Gesundheit oder Attraktivität zu.

Tiefliegende Augen aus drei Perspektiven prüfen

Ein Spiegel oder eine kleine Fotoserie kann Ihnen helfen, sichtbare Merkmale zu beschreiben. Die Anatomie innerhalb der Augenhöhle lässt sich damit jedoch nicht vermessen.

Eine neutrale Ansicht vorbereiten

Stellen Sie sich vor ein Fenster mit diffusem Tageslicht und vermeiden Sie direktes Sonnenlicht. Verlassen Sie sich nicht auf eine Deckenleuchte: Sie kann den Schatten unter dem Brauenbogen verstärken.

Entfernen Sie nach Möglichkeit dunklen Lidschatten und kräftigen Eyeliner. Nehmen Sie Ihre Brille kurz ab, wenn die Fassung den Bereich verdeckt. Lassen Sie die Augenbrauen entspannt, öffnen Sie die Augen ganz natürlich und halten Sie die Kamera etwa auf Augenhöhe. Verzichten Sie auf Beautyfilter und Selfies aus sehr kurzer Entfernung.

Wenn Sie die Kamera etwas weiter entfernt positionieren und das Bild anschließend zuschneiden, können Sie perspektivische Verzerrungen durch Nahaufnahmen verringern.

1. Beginnen Sie mit der Frontalansicht

Schauen Sie geradeaus, ohne die Augenbrauen anzuheben oder die Augen aufzureißen.

Betrachten Sie den Brauenbogen, mögliche Schatten darunter und den sichtbaren Anteil des beweglichen Lids. Beurteilen Sie diese Beobachtungen getrennt voneinander. Ein schmaler sichtbarer Lidstreifen kann auf ein Schlupflid zurückzuführen sein, nicht auf die Augentiefe.

Fragen Sie sich: Wirkt die Augenpartie zurückliegend oder fällt mir hauptsächlich eine dunkle Stelle auf?

2. Wechseln Sie in die Dreiviertelansicht

Drehen Sie den Kopf um etwa 30 bis 45 Grad, ohne das Kinn anzuheben oder zu senken. Sorgen Sie für eine gleichmäßige, weiche Beleuchtung, damit nicht eine Gesichtshälfte im starken Schatten liegt.

Vergleichen Sie, wie weit das Auge im Verhältnis zum darüberliegenden Brauenbogen hervortritt. Aus diesem Winkel lässt sich das Verhältnis häufig leichter erkennen als auf einem Frontalfoto.

Fragen Sie sich: Tritt der Brauenbogen auch bei weichem Licht gegenüber dem Auge hervor?

3. Prüfen Sie eine entspannte Seitenansicht

Verwenden Sie ein seitliches Foto oder einen zweiten Spiegel. Lassen Sie die Brauen entspannt, statt sie anzuheben, um mehr vom Lid sichtbar zu machen.

Betrachten Sie das Verhältnis zwischen Brauenbogen, Augenlidern und sichtbarer Augenpartie. Orientieren Sie sich nicht an den Wimpern: Sie ragen über das Auge hinaus und können den Eindruck der Kontur verfälschen.

Fragen Sie sich: Bestätigt diese Ansicht den zurückliegenden Eindruck aus der Dreiviertelansicht?

Die Ansichten gemeinsam auswerten

  • Zurückliegender Eindruck aus mehreren Perspektiven: „Tiefliegend“ kann eine hilfreiche Beschreibung sein.
  • Starker Schatten nur bei Deckenlicht: Die Beleuchtung könnte einen großen Teil des Eindrucks verursachen.
  • Wenig sichtbares Lid ohne deutliches Zurückliegen: Die Abdeckung des Oberlids könnte das relevantere Merkmal sein.
  • Unklare oder widersprüchliche Ansichten: Eine genaue Einordnung der Tiefe ist möglicherweise nicht hilfreich.

Falls ein Foto nicht eindeutig ist, genügt ein kurzer Blick in den Spiegel bei weicherem Licht. Sie müssen Ihre Augen nicht immer wieder fotografieren oder vermessen, bis sie in eine Kategorie passen.

Tiefliegende Augen, Schlupflider und hervortretende Augen im Vergleich

Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Merkmale. Tiefliegende und hervortretende Augen beziehen sich auf die sichtbare Position des Auges, Schlupflider dagegen auf die Hautfalte des Oberlids. Schlupflider können deshalb sowohl bei tiefliegenden als auch bei hervortretenden Augen vorkommen.

MerkmalKriteriumTypische Beobachtung
TiefliegendPosition unter dem BrauenbogenDas Auge wirkt im Verhältnis zum Brauenbogen zurückliegend
TiefliegendSichtbarkeit der LidfalteUnterschiedlich; die Lidfalte kann sichtbar bleiben
TiefliegendSichtbarkeit des beweglichen LidsHängt davon ab, wie viel die darüberliegende Haut bedeckt
TiefliegendDreiviertelansichtDie zurückliegende Position unter der Braue wird deutlicher
SchlupflidPosition unter dem BrauenbogenKeine bestimmte Augentiefe vorausgesetzt
SchlupflidSichtbarkeit der LidfalteTeilweise oder vollständig durch die darüberliegende Hautfalte verdeckt
SchlupflidSichtbarkeit des beweglichen LidsBei geöffnetem Auge teilweise bedeckt
SchlupflidDreiviertelansichtDie Hautfalte überlappt das bewegliche Lid
HervortretendPosition unter dem BrauenbogenDas Auge wirkt weiter vorn liegend
HervortretendSichtbarkeit der LidfalteUnterschiedlich; die Lidfalte kann sichtbar bleiben
HervortretendSichtbarkeit des beweglichen LidsHängt davon ab, wie viel die darüberliegende Haut bedeckt
HervortretendDreiviertelansichtDas Hervortreten wird deutlicher

Auch hervortretende Augen sind eine normale Variante des Erscheinungsbilds, wenn sie schon lange so aussehen. Wie deutlich die Lidfalte und wie viel vom beweglichen Lid sichtbar sind, unterscheidet sich innerhalb jeder Gruppe. Keines dieser Merkmale bestimmt daher allein die Augentiefe.

Warum die Einordnung nicht immer eindeutig ist

Tiefliegende Augen und Schlupflider können gemeinsam auftreten

Ein Auge kann unter dem Brauenbogen zurückliegend wirken, während eine Hautfalte am Oberlid einen Teil des beweglichen Lids bedeckt. Für das Make-up sind beide Beobachtungen wichtig. Die Tiefe beeinflusst den natürlichen Schatten; das Schlupflid bestimmt, welche Bereiche bei geöffneten Augen sichtbar bleiben.

Eine kombinierte Beschreibung ist hilfreicher, als sich auf eine der beiden Kategorien festlegen zu wollen.

Die beiden Augen können unterschiedlich viel Lid zeigen

Auf einer Seite ist möglicherweise mehr von der Lidfalte oder vom beweglichen Lid zu sehen. Kleine, seit Langem bestehende Unterschiede sind häufig und bedeuten nicht zwangsläufig, dass die Augen unterschiedlich tief liegen. Wenn Sie sichtbare Unterschiede zwischen Ihren Gesichtshälften näher betrachten möchten, bietet Facefys Symmetrie-Checker eine Möglichkeit, die Gesichtssymmetrie anhand eines Fotos zu untersuchen. Die Ergebnisse sind Einschätzungen des Erscheinungsbilds und können durch Beleuchtung, Kamerawinkel und Gesichtsausdruck beeinflusst werden.

Vergleichen Sie beim Schminken das Ergebnis mit beiden geöffneten Augen. Für einen ausgeglichenen Eindruck kann es sinnvoll sein, das Make-up auf jeder Seite etwas anders zu platzieren, statt es bei geschlossenen Augen exakt gleich aufzutragen.

Ein ausgeprägter Brauenbogen allein reicht nicht aus

Ein hervortretender Brauenbogen trägt zum Eindruck tiefliegender Augen bei, ist aber nur ein Teil des Gesamtbilds. Die Position der Augenbrauen, die Lidstruktur, die Wimpern, eine Brille und der Gesichtsausdruck können beeinflussen, welches Merkmal besonders auffällt.

Wenn „ein kräftiger Brauenbogen mit etwas bedecktem Lid“ Ihre Beobachtung besser beschreibt als eine Kategorie zur Augentiefe, ist das eine hilfreiche und ausreichende Einordnung.

Wie Fotos die Augentiefe übertreiben können

Verschiedene Aufnahmebedingungen können den Eindruck erwecken, dass die Augen stärker zurückliegen, als sie es tatsächlich tun:

  • Deckenbeleuchtung: Der Brauenbogen schirmt das Licht ab und wirft einen dunklen Streifen über das Oberlid.
  • Angehobene oder angespannte Brauen: Dadurch verändern sich das sichtbare Verhältnis zwischen Braue und Lid sowie die Sichtbarkeit der Lidfalte.
  • Dunkler Lidschatten über der Lidfalte: Make-up kann den natürlichen Schatten der Augenhöhle nachahmen oder verstärken.
  • Weitwinkelaufnahme aus kurzer Entfernung: Eine nahe Kamera betont Unterschiede zwischen näheren und weiter entfernten Gesichtspartien übermäßig.

Weitere Einflüsse sind ein hoher oder niedriger Kamerawinkel, zusammengekniffene Augen, dichte Wimpern, stark nachgezeichnete Augenbrauen und heller Concealer neben einem dunkleren Bereich. Schon der Kontrast kann einen Schatten tiefer wirken lassen.

Für einen neutraleren Vergleich verwenden Sie diffuses Licht von vorn, eine Kamera auf Augenhöhe, einen entspannten Gesichtsausdruck und einen gleichbleibenden Abstand. Wenn der zurückliegende Eindruck bei anderer Beleuchtung weitgehend verschwindet, hat der Schatten erheblich dazu beigetragen. Die zugrunde liegende Anatomie lässt sich dennoch nicht anhand eines Fotos bestimmen.

Drei Make-up-Ansätze für tiefliegende Augen

Es gibt nicht nur eine richtige Methode, tiefliegende Augen zu schminken. Entscheiden Sie zunächst, welchen Effekt Sie erzielen möchten. Passen Sie die Platzierung dann an die sichtbare Lidfläche, mögliche Schlupflider, Ihre Brille und Ihr Tragegefühl an.

ZielWo die Farbe aufgetragen wirdWas zu beachten ist
Den zurückliegenden Bereich aufhellenHeller Farbton auf dem Lid und im zurückliegenden BereichReflektierende Texturen können abfärben
Kontur schaffen, ohne die Tiefe zu betonenMittelheller Farbton nahe am Wimpernkranz und äußeren AugenwinkelWirkt weicher als ein durchgehend rauchiges Augen-Make-up
Einen dramatischen, modellierten Look gestaltenDunklere Farbe am äußeren Rand der Augenhöhle und am WimpernkranzKann den zurückliegenden Eindruck verstärken

1. Den zurückliegenden Bereich aufhellen

Wählen Sie diesen Ansatz, wenn das sichtbare Lid heller wirken und stärker auffallen soll.

Tragen Sie auf dem beweglichen Lid einen hellen Farbton auf, der etwa so hell wie Ihr Hautton oder etwas heller ist. Geben Sie eine kleine Menge sanft schimmernden Lidschatten mit Satin-Finish auf den zurückliegenden Bereich, den Sie optisch hervorheben möchten. Prüfen Sie das Ergebnis bei geöffneten Augen, bevor Sie die Farbe weiter nach oben ziehen.

Ein heller, matter Farbton kann aufhellen, ohne stark zu reflektieren. Ein Satin-Finish sorgt für sanften Glanz. Stark reflektierender Schimmer kann dagegen die Hauttextur des Lids betonen oder auf eine überlappende Hautfalte abfärben.

Sie müssen nicht den gesamten Brauenknochen hervorheben. Wenn Sie die Aufmerksamkeit auf das Lid lenken möchten, setzen Sie den helleren Farbton gezielt dort ein.

2. Kontur schaffen, ohne die Augenhöhle zu vertiefen

Wählen Sie diesen Ansatz für ein weicheres Alltags-Make-up.

Tragen Sie einen mittelhellen Farbton entlang des äußeren Wimpernkranzes und am äußeren Augenwinkel auf. Verblenden Sie ihn ein kurzes Stück nach innen. Konzentrieren Sie die dunkelste Farbe nahe am Wimpernkranz, statt die gesamte Lidfalte und den Bereich der Augenhöhle dunkel auszuschattieren.

Eine schmale Linie mit einem braunen Kajalstift, die Sie mit einem kleinen Pinsel verblenden, kann beispielsweise den Wimpernkranz definieren und zugleich den größten Teil des Lids sichtbar lassen. Das Ergebnis wirkt insgesamt weniger intensiv als ein Smokey Eye – genau darin liegt der Unterschied.

Wenn Sie zusätzlich Schlupflider haben, schauen Sie geradeaus, während Sie festlegen, wo die äußere Schattierung sichtbar bleiben soll.

3. Einen stärker modellierten, dramatischen Look gestalten

Auch bei tiefliegenden Augen ist dunkler Lidschatten möglich. Entscheidend ist, die Intensität bewusst zu wählen, statt dunkle Farben grundsätzlich zu vermeiden.

Tragen Sie die dunklere Farbe am äußeren Rand der Augenhöhle und entlang des Wimpernkranzes nach und nach auf. Lassen Sie die Lidmitte heller oder gestalten Sie den Übergang unterhalb der Braue weicher, damit das Make-up nicht wie ein durchgehender dunkler Streifen wirkt.

Prüfen Sie die Form nach jeder Schicht bei geöffneten Augen. Ein starker Kontrast kann die Augen tiefer wirken lassen. Das kann aber genau zu dem modellierten Effekt passen, den Sie erzielen möchten.

Eyeliner an den sichtbaren Lidbereich anpassen

Eine dünne Linie lässt mehr vom Lid sichtbar. Eine dickere Linie setzt einen grafischen Akzent, kann jedoch den größten Teil eines schmalen sichtbaren Lids bedecken.

Wenn eine durchgehende Linie zu kräftig wirkt:

  • Ziehen Sie nur am äußeren Drittel des oberen Wimpernkranzes eine Linie.
  • Setzen Sie mit dem Kajalstift kleine Punkte zwischen die Ansätze der oberen Wimpern, ohne die innere Lidkante zu berühren.
  • Zeichnen Sie einen kleinen Wing bei geöffneten Augen vor, damit er nicht von einer Lidfalte verdeckt wird.

Das sogenannte Tightlining an der inneren Lidkante ist eine weitere Technik, kann jedoch unangenehm sein oder Reizungen verursachen. Es ist eine Option, keine Voraussetzung. Wenn Sie die Wimpernansätze von außen betonen, können Sie einen ähnlichen optischen Effekt erzielen, ohne Produkt auf die innere Lidkante aufzutragen.

Mascara und künstliche Wimpern nach ihrer Wirkung bei geöffneten Augen wählen

Mascara kann den Wimpernkranz betonen, ohne viel Lidfläche zu beanspruchen. Beginnen Sie mit einer dünnen Schicht und prüfen Sie, ob die Wimpern das Oberlid berühren oder Mascara darauf abfärbt.

Sehr dichte oder weit nach oben reichende künstliche Wimpern können unter dem Brauenbogen zusätzlichen Schatten erzeugen. Eine kürzere Variante mit mehr Abstand zwischen den einzelnen Wimpern kann mehr vom Lid sichtbar lassen. Wenn Sie eine Brille tragen, prüfen Sie außerdem, ob die Wimpern die Gläser berühren.

Die hilfreichste Abschlusskontrolle ist einfach: Schauen Sie bei Alltagslicht geradeaus und tragen Sie gegebenenfalls Ihre übliche Brille. Beurteilen Sie das Make-up so, wie Sie es tatsächlich tragen werden – nicht nur bei geschlossenen Augen.

Wann eine Veränderung mehr als eine Frage der Augenform ist

Wenn Ihre Augen schon lange tiefliegend wirken und das Erscheinungsbild insgesamt ausgeglichen ist, handelt es sich gewöhnlich um ein individuelles Gesichtsmerkmal. Auch der natürliche Alterungsprozess kann die Augenlider und das umliegende Gewebe verändern. Anhand eines Fotos lässt sich jedoch nicht bestimmen, warum eine Veränderung aufgetreten ist.

Lassen Sie Folgendes zeitnah ärztlich abklären:

  • Plötzlich auftretende Asymmetrie oder eine neue Veränderung der Augenposition.
  • Eine Veränderung nach einer Verletzung oder einer anderen äußeren Gewalteinwirkung.
  • Neue Schmerzen oder Schwellungen.
  • Neu auftretende Doppelbilder oder andere Sehveränderungen.

Suchen Sie in folgenden Fällen sofort medizinische Hilfe:

  • Doppelbilder nach einer Kopfverletzung.
  • Doppelbilder in Verbindung mit starken Kopfschmerzen oder einer vergrößerten Pupille.
  • Plötzlicher Sehverlust.
  • Starke Augenschmerzen.
  • Eine schwere Augenverletzung.

Analysen des Erscheinungsbilds und KI-Tools können Erkrankungen des Auges oder der Augenhöhle nicht diagnostizieren. Für das alltägliche Styling genügt eine flexible Beschreibung der Augentiefe und der sichtbaren Lidfläche. Eine kürzlich aufgetretene körperliche Veränderung sollte dagegen medizinisch untersucht werden, statt sie lediglich einer neuen Kategorie des Erscheinungsbilds zuzuordnen.

Entdecken Sie die Merkmale Ihrer Augen

Facefys Augenform-Detektor bietet eine weitere Möglichkeit, sichtbare Merkmale wie die Form der Augenöffnung, die Lidstruktur, die Neigung der Augenwinkel und den Augenabstand zu beschreiben. Das Ergebnis ist eine visuelle Einschätzung – keine medizinische Beurteilung und kein unveränderliches Urteil über Ihr Aussehen.

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