Mod Cut: Varianten, Tipps für den Friseurbesuch, Styling und Pflege

Was macht einen Mod Cut aus? Vergleiche die Varianten und erfahre, wie du den Schnitt beim Friseur beschreibst, passend zu deiner Haarstruktur stylst und…

Ein Mod Cut ist ein mittellanger, gestufter Haarschnitt, der von den Frisuren der 1960er-Jahre inspiriert ist. Typisch sind ein markanter Pony, eine runde oder weich geformte Kontur, volle Seiten und sichtbare Länge an den Ohren und im Nacken.

Der Name steht für eine ganze Gruppe von Frisuren, nicht für einen festgelegten Schnitt. Moderne Varianten können akkurat und klar geformt, kurz und texturiert oder locker und fransig sein. Damit du die gewünschte Variante bekommst, solltest du Ponylänge, Fülle an den Seiten, Bedeckung der Ohren und Nackenkontur genau beschreiben, statt dich allein auf den Begriff „Mod Cut“ zu verlassen.

Was macht einen Haarschnitt zum Mod Cut?

Person mit gestuftem Mod Cut, vollem Pony, bedeckten Ohren und weicher Nackenkontur.

Die runde Kontur und der nach vorn fallende Pony erinnern besonders deutlich an die Mod-Frisuren der 1960er-Jahre. Moderne Interpretationen lockern diese Form häufig durch einzeln definierte Strähnen, weichere Kanten oder mehr Bewegung am Hinterkopf auf.

Was die Varianten verbindet, ist die Verteilung der Fülle: Der Pony bleibt markant, die Seiten prägen die Silhouette und die Stufen am Oberkopf gehen fließend in die umliegenden Partien über. Sehr kurz geschnittene Seiten gehören nicht zwingend dazu.

Ein Mod Cut ist weder auf ein bestimmtes Geschlecht noch auf eine bestimmte Gesichtsform beschränkt. Entscheidend ist vielmehr, ob Haarlänge, Volumen und Stylingaufwand zu deinen Vorlieben und zum natürlichen Fall deiner Haare passen.

Die fünf Bereiche, die die Mod-Silhouette formen

Anhand dieser fünf Bereiche kannst du deine bevorzugte Variante beschreiben. Für jeden gibt es typische Merkmale, die sich individuell anpassen lassen.

  1. Pony

    • Typisch: Ein markanter Pony, der etwa bis zu den Augenbrauen oder Augen reicht.
    • Optional: Eine kürzere Kante, ein unregelmäßiger Abschluss oder ein geteilter Pony. Die Augenhöhe ist nur ein optischer Orientierungspunkt. Der Pony sollte deine Sicht nicht behindern.
  2. Schläfen und Seiten

    • Typisch: Genügend Fülle, um die runde Kontur zu unterstützen.
    • Optional: Mit der Schere schmaler geschnittene Seiten oder ein dezenter Taper, bei dem die Haare zu den Konturen hin kürzer werden. Ein Skin Fade gehört nicht automatisch dazu und setzt einen anderen Kontrast.
  3. Oberkopf

    • Typisch: Ineinander übergehende Stufen mit genügend Fülle, um Oberkopf und Seiten optisch zu verbinden.
    • Optional: Mehr Volumen am Ansatz, deutlicher abgesetzte Strähnen oder ein flacheres Finish. Was sich anbietet, hängt auch von der natürlichen Wuchsrichtung ab.
  4. Rund um die Ohren

    • Typisch: Haare, die die Ohren streifen oder teilweise bedecken.
    • Optional: Vollständig bedeckte Ohren bei einer längeren Variante oder freie Ohren bei einer kürzeren Interpretation.
  5. Nacken

    • Typisch: Etwas Länge mit einer weichen Nackenkontur.
    • Optional: Ein klarer gefasster, kürzerer Abschluss oder längere, locker fallende Haare am Hinterkopf, sofern sie zur restlichen Form passen.

Mod-Cut-Varianten von akkurat bis fransig

Entscheide getrennt, wie die Haare gestylt sein sollen und wie viel sie bedecken. Auch eine kurze Variante kann texturiert sein, während eine längere glatt und klar geformt wirken kann.

VarianteTypische MerkmaleStylingaufwandWie sich die Form beim Herauswachsen verändert
Akkurater Mod CutRunde Kontur, glatte Oberfläche, gezielt geformter Pony und klar anliegende SeitenErfordert meist gezieltes FöhnenPony, Ohrkontur und Nackenlinie verlieren relativ schnell an Definition
Texturierter Mod CutEinzeln definierte Strähnen mit genügend Fülle entlang der AußenkonturEin leichtes Stylingprodukt kann einzelne Strähnen betonenDie Strähnen zeichnen sich weniger deutlich ab, sobald Oberkopf und Seiten schwerer werden
Fransiger Mod CutWeiche Kanten, lockere Partien am Oberkopf und längere, bewegte Haare im NackenLässt sich häufig mit der natürlichen Haarbewegung stylenOberkopf und Nacken werden länger; die ohnehin weichen Kanten wirken weniger klar definiert
Kurzer Mod CutWeniger Bedeckung an Ohren und Nacken, aber weiterhin ein markanter PonyHängt davon ab, wie präzise die Konturen geschnitten sindDie Haare bedecken zunehmend die Ohren, und das Volumen an den Seiten nimmt zu
Langer Mod CutStärker bedeckte Ohren, längere Haare am Hinterkopf und mehr BewegungDichtes Haar muss eventuell gezielter in Form gebracht werdenSeiten und Nacken können schwer wirken, wenn die Stufen nicht nachgeschnitten werden

Je präziser die Kontur, desto eher fallen kleine Längenveränderungen auf. Eine bewusst lockere Variante kann in der Regel länger herauswachsen, bevor sich ihr Gesamtcharakter verändert.

Mod Cut im Vergleich zu Mop Top, Shag, Wolf Cut und Bowl Cut

Die Bezeichnungen werden nicht in jedem Salon gleich verwendet, und auch Referenzfotos lassen sich nicht immer eindeutig zuordnen. Vergleiche deshalb die sichtbare Struktur, statt vorauszusetzen, dass jeder Barber oder Friseur dasselbe unter einem Namen versteht.

HaarschnittPonyformVerteilung des VolumensBedeckung der OhrenStärke der Stufung
Mod CutMarkant, rund, strähnig definiert oder weich geteiltAm Oberkopf und an den volleren SeitenJe nach Länge frei, leicht oder vollständig bedecktMittelstark, mit fließenden Übergängen und individuell anpassbar
Mop TopVoll, nach vorn fallend und meist rundGleichmäßig über Oberkopf und Seiten verteiltHäufig teilweise oder vollständig bedecktMeist dezent, mit relativ gleichmäßigem Fall
ShagFransig, fein oder vorhangartig geteiltAm Oberkopf und an den oberen Seiten, mit Bewegung entlang der AußenkonturUnterschiedlich, häufig locker bedecktDurchgehend deutlich
Wolf CutUnterschiedlich, häufig geteilt oder sichtbar texturiertAm Oberkopf konzentriert, mit leichteren unteren LängenFrei oder bedeckt; moderne Varianten unterscheiden sich starkStark, mit deutlichem Kontrast zwischen Oberkopf und unteren Längen
Bowl CutMeist stumpf geschnitten und optisch durchgehendEntlang einer klaren Linie rund um den KopfHäufig frei oder teilweise bedeckt; längere Varianten können den oberen Teil der Ohren bedeckenOft minimal, mit einer ausgeprägten, kompakten Schnittkante

Ein Mop Top fällt im Allgemeinen gleichmäßiger und runder. Ein Mod Cut lässt mehr Spielraum bei der Stufung und der Gestaltung der Kanten, behält aber die Fülle an den Seiten.

Ein Shag ist durchgehend stärker gestuft und hat eine deutlich fransigere Kontur. Einige Varianten nutzen lange Stufen, um unterhalb des Oberkopfs Bewegung zu erzeugen. Bei einem Mod Cut bleiben Oberkopf, Seiten und Pony dagegen meist optisch stärker miteinander verbunden.

Ein Wolf Cut verstärkt diesen Kontrast normalerweise noch: Der Oberkopf ist voller, die unteren Längen sind leichter. Ein Bowl Cut betont hingegen eine durchgehende, kompakte Schnittkante rund um den Kopf. Moderne Varianten können diese Linie durch Textur auflockern.

Beim Curtain Cut beschreibt der Name häufig eher den Scheitel und den Fall der vorderen Partien als die gesamte Silhouette. Auch eine vom Mod Cut inspirierte Form kann einen geteilten Pony haben und dabei volle Seiten sowie fließende Übergänge zum Oberkopf behalten.

Passt ein Mod Cut zu deinem Haar?

Schau dir dein Haar zunächst frisch gewaschen und an der Luft getrocknet an, bevor du ein starkes Stylingprodukt verwendest. Achte darauf, wie die vordere Partie fällt, ob die Seiten abstehen oder eng anliegen und ob sich das Haar am Oberkopf teilt.

Passe die Form an deine Haarstruktur an

Glattes Haar: Die runde Kontur und die Ponykante sind meist klar erkennbar. Feines, glattes Haar braucht eventuell gezieltes Föhnen für mehr Volumen am Ansatz. Bei dichtem, glattem Haar kann es nötig sein, an ausgewählten Stellen Fülle herauszunehmen, damit die Kontur nicht zu kompakt wirkt.

Natürlich gewelltes Haar: Die natürliche Bewegung kann die Silhouette ohne großen Aufwand weicher wirken lassen. Die vorderen Haare können sich beim Trocknen nach oben biegen oder teilen. Plane diese Bewegung ein, statt die Länge an einer glatt gezogenen Strähne festzulegen.

Lockiges oder krauses Haar: Rechne eher mit einer voluminöseren, plastischen Interpretation als mit einer exakten Kopie einer glatten Vorlage. Entscheide über Ponylänge und Bedeckung der Ohren danach, wo das Haar von selbst fällt – nicht danach, wie weit es im glatt gezogenen Zustand reicht. Der Frisurenfinder von Facefy kann dir helfen, verschiedene Formen zu vergleichen, bevor du die Umsetzung mit deinem Friseur besprichst.

Lockiges und krauses Haar kann sich je nach Partie unterschiedlich stark zusammenziehen. Der Pony sollte deshalb in seinem natürlichen, trockenen Zustand beurteilt werden. Das heißt nicht, dass jede Partie trocken geschnitten werden muss. Entscheidend für die Länge ist, wo die Haare am Ende von selbst liegen.

Prüfe Haardichte, Wuchsrichtung und Ausgangslänge

Bei dichtem Haar kann es nötig sein, innerhalb des Schnitts Fülle herauszunehmen. Zu starkes Ausdünnen kann jedoch genau die vollen Seiten nehmen, die diese Form ausmachen. Feines oder weniger dichtes Haar profitiert häufig von weniger Stufen, fließenden Übergängen und einer markanten Außenkontur.

Ein ausgeprägter Haarwirbel, ein fester natürlicher Scheitel oder eine widerspenstige Strähne kann beeinflussen, wie Pony und Oberkopf liegen. Auch kurze Stufen aus einem früheren Schnitt und chemische Behandlungen können verändern, was beim ersten Termin möglich ist. Sprich diese Punkte bei der Beratung an, statt davon auszugehen, dass dein Haar von selbst wie auf dem Vorbildfoto fällt.

Eine allgemeingültige Mindestlänge gibt es nicht. Du brauchst dort genügend Haar, wo du Länge und Fülle erhalten möchtest. Reichen die vorderen Haare nur bis zu den Augenbrauen, lässt sich daraus nicht sofort ein Pony auf Augenhöhe schneiden. Und kürzlich sehr kurz geschnittene Seiten brauchen möglicherweise noch Zeit, bis sie die Ohren bedecken.

Eine schnelle Entscheidungshilfe

Beantworte diese Fragen, bevor du ein Vorbildfoto auswählst:

  • Stirn: Möchtest du einen vollen Pony, einen teilweise geöffneten Pony oder eine kürzere Ponykante?
  • Ohren: Sollen die Haare die Oberkante der Ohren berühren, sie zur Hälfte bedecken oder vollständig freilassen?
  • Hinterkopf: Bevorzugst du einen weichen Nackenabschluss oder deutlich mehr Länge im Nacken?
  • Routine: Möchtest du morgens meistens föhnen oder lieber einen Schnitt, der mit der natürlichen Haarbewegung funktioniert?
  • Ausgangspunkt: Ist dein Haar aktuell in allen fünf Bereichen lang genug?
  • Gesamtkontur: Was ist dir am wichtigsten: volle Seiten, Volumen am Oberkopf oder ein ausgewogenes Verhältnis aus beidem?

Wenn eine Vorlage in mehreren Punkten nicht zu deinen Wünschen passt, suche lieber nach einer anderen Variante, statt sie möglichst genau nachbilden zu wollen.

Die Gesichtsform kann beim Styling eine Rolle spielen, sollte aber keine starren Regeln vorgeben. Wie offen der Pony fällt, wie breit die Seiten wirken und wie lang der Schnitt insgesamt ist, lässt sich individuell anpassen. Keine Variante muss für eine bestimmte Gesichtskontur die einzig richtige sein.

Wie eine Frisurenvorschau beim Vergleich der Varianten helfen kann

Mit einer visuellen Vorschau kannst du einzelne Merkmale vergleichen: etwa einen kürzeren mit einem längeren Pony, freie mit teilweise bedeckten Ohren oder eng anliegende Seiten mit einer lockereren Kontur.

Verändere möglichst immer nur ein Merkmal. Wenn Ponylänge, Textur, Farbe und Seitenvolumen gleichzeitig wechseln, lässt sich schwerer erkennen, was dir tatsächlich gefällt. Vergleiche zunächst die Form des Haarschnitts und erst danach mögliche Haarfarben, damit der Farbkontrast nicht von der Kontur ablenkt.

Generierte Vorschauen sind Annäherungen. Sie können natürliche Wuchsmuster glätten, das Haar dichter oder weniger dicht erscheinen lassen oder eine Bewegung zeigen, die dein Haar von selbst nicht hat. Auch Beleuchtung, Bildausschnitt, Kopfhaltung und Bildqualität beeinflussen den Eindruck. Nutze eine Vorschau als Gesprächshilfe, nicht als Vorhersage des fertigen Ergebnisses.

Was du deinem Barber oder Friseur sagen solltest

Du kannst dich an dieser Formulierung orientieren und die Angaben in Klammern anpassen:

„Ich möchte einen gestuften Haarschnitt im Mod-Stil mit einem markanten Pony. Als grobe Orientierung stelle ich mir eine Länge zwischen Augenbrauen und Augen vor. Entscheidend ist aber, wo der Pony trocken fällt: Bitte berücksichtige meine natürliche Haarbewegung und dass sich das Haar beim Trocknen zusammenziehen kann. Ich möchte noch gut sehen können. Lass die Seiten voller, statt automatisch einen Skin Fade zu schneiden, und die Stufen am Oberkopf fließend ineinander übergehen. Meine Ohren sollen [frei, teilweise bedeckt oder vollständig bedeckt] bleiben. Den Nacken hätte ich gern [kurz und weich, entlang meiner natürlichen Nackenlinie oder länger in Richtung Kragen]. Das Finish soll [glatt und rund, weich texturiert oder locker und fransig] sein.“

Zeige genau, wo der Pony enden soll, und erkläre, wo du normalerweise deinen Scheitel trägst. Wenn du dir eine Gesichtsrahmung durch kürzere Strähnen an den Schläfen oder Wangen wünschst, beschreibe deren gewünschte Länge, statt nur den Begriff zu nennen.

Stelle anschließend drei konkrete Fragen:

  • „Wird dieser Pony hier liegen, ohne dass ich ihn täglich glätten oder föhnen muss?“
  • „Wie viel Fülle würdest du herausnehmen, und wie verändert das die Seiten?“
  • „Kannst du mir zeigen, wie weit die Haare an den Ohren und im Nacken im trockenen Zustand reichen werden?“

So klärt ihr, wie sich die Vorlage mit deinem Haar umsetzen lässt – nicht nur, wie sie auf dem Foto wirkt.

Bring drei Referenzansichten mit, nicht nur ein Foto des Ponys

Ein Foto von vorn zeigt nicht die gesamte Form. Stelle deshalb eine kleine Sammlung mit diesen Ansichten zusammen:

  1. Vorderansicht: Zeigt Breite, Länge und Kantenform des Ponys, den Scheitel und wie viel Stirn sichtbar bleibt. Daran kannst du zeigen, wo die vorderen Haare später liegen sollen.
  2. Seitenansicht: Zeigt die Fülle an den Schläfen, die Bedeckung der Ohren und den Übergang zwischen Oberkopf und Seiten. Sie hilft dir zu entscheiden, wie schmal oder rund das Profil wirken soll.
  3. Rückansicht: Zeigt die Stufung am Oberkopf, die Länge und Kontur im Nacken sowie die verbleibende Fülle. So lässt sich ein kompakter Hinterkopf von einer längeren, lockereren Variante unterscheiden.

Idealerweise zeigen alle drei Fotos denselben Haarschnitt. Falls das nicht möglich ist, wähle Vorlagen, die sich miteinander kombinieren lassen, und erkläre, welches Detail du von welchem Bild übernehmen möchtest.

Fotos bleiben eine visuelle Orientierung. Stylingprodukte, Föhn oder Glätteisen, Extensions, Beleuchtung und unterschiedliche Haardichten können das gezeigte Ergebnis beeinflussen. Ein Friseur kann dir helfen zu erkennen, welche Merkmale zum Schnitt gehören und welche erst durch das Styling entstehen.

Zwei Möglichkeiten, einen Mod Cut zu stylen

Methode 1: Glattes, rundes Finish

Diese Methode betont den Pony und die klar geformte Kontur.

  1. Tupfe das feuchte Haar vorsichtig ab, statt kräftig zu rubbeln.
  2. Trage einen leichten Hitzeschutz nach Anwendungshinweis auf.
  3. Stelle den Föhn auf eine angenehme Temperatur und richte den Luftstrom vom Ansatz zu den Spitzen. Führe die vorderen Haare mit den Fingern oder einer Bürste in die gewünschte Position.
  4. Bringe die Seiten in Form und drehe die Spitzen leicht nach innen, wenn du einen runden Abschluss möchtest. Föhne nicht überall zusätzliches Ansatzvolumen ein, wenn die Seiten bereits voll wirken.
  5. Verteile zum Abschluss eine kleine Menge Stylingcreme mit flexiblem Halt oder ein anderes geschmeidiges Stylingprodukt im Haar.

Schwere Cremes können feines Haar platt wirken lassen. Beginne mit weniger Produkt, als du vermutlich brauchst. Spare den Ansatz aus, sofern das Produkt nicht ausdrücklich dafür vorgesehen ist.

Methode 2: Lockeres, zerzaustes Finish

Diese Methode arbeitet mit der natürlichen Haarbewegung, statt jede Partie zu glätten.

  1. Wähle einen leichten Schaumfestiger für luftigen Halt oder eine leichte Stylingcreme, um einzelne Strähnen weich zu definieren. Trage eine kleine Menge auf das feuchte Haar auf.
  2. Knete das Haar von den Spitzen nach oben, um vorhandene Wellen zu unterstützen, oder forme einzelne Strähnen mit den Fingern.
  3. Lass das Haar an der Luft trocknen oder verwende, passend zu deiner Haarstruktur, einen Diffusor auf niedriger Gebläsestufe.
  4. Lockere nach dem Trocknen einzelne Strähnen mit den Fingerspitzen, statt das Haar wiederholt durchzubürsten.

Ein Meersalzspray kann mehr Griffigkeit geben. Produkte mit hohem Salzanteil können trockenes, lockiges oder chemisch behandeltes Haar allerdings rau wirken lassen. Ein leichter Schaumfestiger oder eine Creme mit flexiblem Halt kann sich angenehmer anfühlen.

Wähle Produkte nach Haarstruktur, Haarzustand sowie gewünschtem Glanz und Halt. Ein lockerer Schnitt, der mit der natürlichen Haarbewegung funktioniert, braucht möglicherweise nur etwas Nachformen statt täglichem Hitzestyling.

Pflege und Anzeichen dafür, dass die Form aufgefrischt werden sollte

Etwa 6 bis 10 Wochen sind ein sinnvoller Richtwert für einen Nachschnitt, aber kein fester Zeitplan. Wie schnell dein Haar wächst, wie lang der Pony ist, welche Haarstruktur du hast und welches Finish du bevorzugst, beeinflusst den passenden Zeitpunkt.

Kürzere Abstände erhalten einen präzisen Pony, eine definierte Ohrkontur und einen klar geformten Nacken. Bei längeren Abständen werden die Kanten weicher. Der Schnitt wirkt herausgewachsener und bekommt mehr Fülle an Seiten, Oberkopf und Nacken. Der Pony muss unter Umständen früher nachgeschnitten werden als der Rest.

Achte auf diese Veränderungen:

  • Der Pony behindert deine Sicht.
  • Die Seiten halten die gewünschte Kontur nicht mehr.
  • Das zusätzliche Gewicht lässt die Haare am Oberkopf flacher liegen, als du möchtest.
  • Die Nackenpartie fühlt sich schwerer an oder reicht weiter hinunter als gewünscht.
  • Der Übergang zwischen Oberkopf und Seiten wirkt zunehmend massig.

Auch bei kleinen Korrekturen am Pony muss berücksichtigt werden, wie das Haar trocken fällt und wie stark es sich zusammenzieht. Wird es nass oder glatt gezogen auf die gewünschte Endlänge gekürzt, kann es nach dem Trocknen kürzer ausfallen als erwartet.

Häufige Fehler beim Mod Cut

  • Nur den Namen nennen: „Mod Cut“ kann eine klare, runde Form oder eine lockere, gestufte Variante meinen. Beschreibe, wie das Ergebnis aussehen soll.
  • Zu viel Fülle an den Seiten herausnehmen: Dadurch kann die volle Silhouette verloren gehen und das Volumen zu stark am Oberkopf liegen.
  • Automatisch einen hohen Fade oder Skin Fade akzeptieren: Schau nach, ob deine Vorlage tatsächlich sehr kurz geschnittene Seiten zeigt.
  • Die Ponylänge festlegen, ohne die natürliche Bewegung zu berücksichtigen: Nasse oder glatt gezogene Haare können trocken ganz anders fallen.
  • Annehmen, dass mehr Textur immer besser ist: Ausdünnen und das Schneiden mit dem Rasiermesser müssen zu Haardichte, Haarstruktur und Haarzustand passen.
  • Den Hinterkopf nicht beschreiben: Ein Foto des Ponys sagt wenig über Oberkopf und Nacken aus.
  • Einen präzisen Schnitt wählen, ohne Zeit fürs Styling einzuplanen: Eine glatte, exakte Kontur kann im Alltag mehr gezieltes Styling erfordern als eine lockere Variante.

Wenn du noch zwischen einer vom Mod Cut inspirierten Form und anderen Frisuren schwankst, vergleiche sie anhand deiner Wünsche: Wie viel sollen die Haare bedecken, und wie viel Stylingaufwand passt zu deinem Alltag?

Besonders bei lockigem oder krausem Haar kann dir der Frisurenfinder von Facefy helfen, Alternativen für das Gespräch mit deinem Friseur zu sammeln. Achte beim Vergleich vor allem darauf, wie lang dein Haar trocken fällt, wie viel Fülle du an den Seiten möchtest und welcher Stylingaufwand realistisch ist. Visuelle Vorschläge können nicht vorhersagen, wie sich dein Haar tatsächlich verhält.

Häufige Fragen zum Mod Cut

Ist ein Mod Cut dasselbe wie ein Mop Top?

Nein, auch wenn es Überschneidungen gibt. Ein Mop Top fällt meist gleichmäßiger und runder. Ein Mod Cut lässt mehr Spielraum bei Stufung, Textur und Außenkontur.

Funktioniert ein Mod Cut bei lockigem oder gewelltem Haar?

Ja. Das Ergebnis folgt der natürlichen Haarstruktur und kann voller oder unregelmäßiger wirken als eine glatte Vorlage. Beurteile den Pony im trockenen Zustand und entscheide, wie viel Volumen du rund um die Ohren möchtest.

Kann ein Mod Cut die Ohren freilassen?

Ja. Kürzere Varianten können die Ohren freilassen und trotzdem einen markanten Pony und genügend Fülle an den Seiten behalten, damit die typische Form erkennbar bleibt. Bitte um eine gezielt gestaltete Ohrkontur – freie Ohren erfordern nicht automatisch einen Fade.

Muss ein Mod Cut täglich gestylt werden?

Nicht immer. Präzise, runde Varianten brauchen in der Regel mehr gezieltes Styling. Eine weichere Variante, die auf die natürliche Haarbewegung abgestimmt ist, muss zwischen den Haarwäschen eventuell nur angefeuchtet und mit den Fingern nachgeformt werden.

Welche Produkte eignen sich für einen texturierten Mod Cut?

Leichter Schaumfestiger, eine Creme mit flexiblem Halt oder ein leichtes Texturspray können je nach Haar geeignet sein. Beginne mit einer kleinen Menge und nimm nur bei Bedarf mehr. Die einzelnen Strähnen sollen sich sichtbar voneinander abheben, ohne dass das Haar beschwert wird oder der Pony steif wirkt.

Für den Friseurbesuch helfen Ansichten von vorn, von der Seite und von hinten. Dazu kommen deine Wünsche zur Ponylänge im trockenen Zustand, zur Bedeckung der Ohren, zur Fülle an den Seiten und zum Nackenabschluss.

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